Forschung
1. Kernthema: Grenzen und ‚besondere Räume‘ in ihren regionalen und globalen Verflechtungen
bisher: epochenübergreifend, interdisziplinär, europäischer Fokus; Publikationen zu den Regionen Franken, Wetterau, Danziger Bucht, Lage Landen, Westfalen, Ruhrgebiet (Schröder 2020/21/24), gelehrt ferner zu Schleswig-Holstein und dem Elsass; weiterhin ‚Grenzregionen‘ (vertieft Lage Landen) und regionale Schnittstellen (Kahlgrund) (Schröder 2023/24)
Die Bedeutung von Grenzen und besonderen Räumen (z. B. Grenzregionen) wird oftmals erst im Spannungsfeld regionaler UND globaler Zusammenhänge sowie anhand vergleichender Studien deutlich. Meine bisherigen Forschungen im Kontext einzelner Regionen, begonnen mit der Dissertation, greifen diesen Aspekt auf.
2. Kernthema: Infrastruktur
bisher: epochenübergreifend (Mittelalter–Mitte 20. Jh.), regional verankert, europafokussiert, interdisziplinär und mit Fokus auf dem kommunalen Wesen (Schröder 2017/18/19/20, Habilitation)
Die bisherigen Forschungen suchten eine Antwort auf die Frage, welchen Stellenwert Infrastruktur als gesellschaftliches Konzept in den verschiedenen Epochen zukam. Dabei wurde sich darum bemüht, die z.T. aus anderen Fachdisziplinen (z.B. den Wirtschaftswissenschaften) entnommenen Kategorisierungen und Beschreibungen zu hinterfragen und die in Deutschland geführte Kontroverse zwischen einem Teil der Mediävist:innen und Neuzeithistoriker:innen bezüglich des Stellenwertes unterschiedlicher Einrichtungstypen und ihrer Bestandskontinuität zu überwinden. In weiterer Zukunft wäre eine Überprüfung des erarbeiteten Infrastrukturkonzepts für 'Randkulturen der antiken Welt' wünschenswert. Denn bereits Javier Arce verweist mit Blick auf das Ende des Römischen Reichs auf im Kontext römischer Einrichtungen stattgefundene Transformationsprozesse (Arce 2007). Es steht zu vermuten, dass sich also auch hier Kontinuitäten feststellen lassen.
3. Kernthema: Die Bedeutung von Ressourcen und Energie im Kontext gesellschaftlicher Organisation
bisher: epochenübergreifend unter Einbezug umwelt-, sozial- bzw. technikgeschichtlicher Perspektiven, zur Wasser- und Waldnutzung (Schröder 2023, Habilitation) sowie im Kontext der Elektrifizierung des Alltags (Schröder 2020)
Ressourcen- und Energiediskurse waren seit jeher zentraler Bestandteil gesellschaftlicher Organisation, folgenden Fragen wird hier im Rahmen unterschiedlicher Forschungsarbeiten u.a. nachgegangen: Wer durfte über welche Ressourcen verfügen bzw. sie nutzen? Auf welche Ressourcen konnte überhaupt zurückgegriffen werden und was geschah, wenn sie an einem Ort nicht in ausreichender Menge verfügbar waren? Welche Attribute wurden verschiedenen Energieträgern zugeschrieben? Welche Gefahren verbarg ihre Nutzung? Welche Kontinuitäten lassen sich erkennen usw.
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